Berlin: US-Sanktionen gegen Russland bedrohen deutsche Interessen

Berlin: US-Sanktionen gegen Russland bedrohen deutsche Interessen

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel sagte am Dienstag, dass die neuen antirussischen Sanktionen der Vereinigten Staaten die Interessen seines Landes beeinträchtigen, das mit Russland beim Bau von Pipelines zusammenarbeitet.

Der Diplomat forderte eine Überprüfung der europäischen Politik gegenüber Washington. Wir müssen mutiger werden, unsere eigenen Interessen zu verteidigen und „für unsere Partner rote Linien einführen“.

Am 2. August unterzeichnete der US-Präsident ein Gesetz über neue Sanktionen gegen Russland. Das Dokument reduziert Fristen für die Gewährung von Krediten an russische Öl- und Gasunternehmen. Das Gesetz sieht auch eine Verpflichtung vor, der Umsetzung des Projekts Nord Stream 2 entgegenzuwirken.

Im gleichen Monat hatte der deutsche Außenminister gesagt, dass die neuen US-Sanktionen gegen Russland den Zusammenhalt der westlichen Länder untergraben. „Es ist sehr wichtig für uns, den sogenannten Westen zusammenzuhalten. Das vom US-Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz schadet dem eher“, sagte der Diplomat.

Gabriel versprach auch, dass die Europäische Union Schutzmaßnahmen ergreifen werde, falls die USA unter dem Vorwand antirussischer Sanktionen ihre Industriepolitik unter dem Motto Amerika zuerst verschärfe.

[hub/russland.NEWS]

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