Engagement deutscher Unternehmen in Russland weiterhin rückläufig

Engagement deutscher Unternehmen in Russland weiterhin rückläufig

Wie aus Angaben der russischen Steuerbehörde hervorgeht, sank die Zahl von Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 4965 Unternehmen von zuvor 5237, wie die deutsch-russische Auslandshandelskammer (AHK) am Dienstag berichtete.

Im Jahr 2013 waren noch 6167 Unternehmen mit deutschen Eigentümern in Russland aktiv. Für den Rückgang machte die AHK die Wirtschaftskrise Russlands in den vergangenen Jahren verantwortlich, aber auch rechtliche Änderungen hätten das Engagement deutscher Firmen gebremst. Die im Frühjahr 2014 gegen Russland verhängten Sanktionen wegen des russischen Einschreitens auf der Krim wurden von der AHK nicht explizit als Grund für nachlassende Interesse deutscher Unternehmen.

Dennoch ist der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp optimistisch. “Zwar sei die Quantität der deutschen Firmen gesunken, nicht aber die Qualität des Engagements in Russland”, kommentiert er die Zahlen. Nach wie vor investierten deutsche Unternehmen ihr Geld in Russland und suchten neue Möglichkeiten, den niedrigen Rubelkurs und das verbesserte Investitionsklima auszunutzen.

Wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht, wollen fast zwei Drittel der von der Handelskammer befragten Unternehmen wollen ihre Präsenz auf dem russischen Markt ausbauen. „Das Engagement in Russland reduzieren zu wollen, gab kein einziges der Unternehmen an”, so die AHK.

[hub/russland.NEWS]

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