Matwijenko: Russische Wirtschaft braucht ernsthafte Reformen

Matwijenko: Russische Wirtschaft braucht ernsthafte Reformen

Die Voraussetzung für das Wachstum der russischen Wirtschaft sind ernsthafte Reformen, sagte die Vorsitzende des Föderationsrats, Walentina Matwijenko, in einem Interview mit der Zeitung RBC.

Sie wies darauf hin, dass die Prognose der Regierung für ein Wirtschaftswachstum von 2 Prozent für die nächsten drei Jahre völlig im Einklang mit den Realitäten steht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Russland seine maximalen Möglichkeiten ausnutzt.

„Dies ist das an unserem Potenzial gemessen minimal mögliche Wachstum. Um ambitionierte Ziele verfolgen zu können, braucht man aber 4 bis 5 Prozent. Und wir haben die Möglichkeiten dafür. Ein solches Wachstum setzt jedoch ernsthafte Reformen voraus“, so Matwienko.

Die Vorsitzende des Föderationsrates betonte, dass es notwendig ist, die Ergebnisse der wirtschaftlichen Entwicklungsprogramme Russlands, die vom Zentrum für strategische Forschung, der Regierung, der Wirtschaft, dem Föderationsrat und der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt wurden, zusammenzufassen.

„Ich bin zuversichtlich, dass nächstes Jahr sehr viel zur Modernisierung unserer Wirtschaft geleistet werden wird“, sagte Matwijenko.

Sie fügte hinzu, dass das Wachstum bei den nicht-primären Exporten im Jahr 2017 23,9 Prozent betrug. Auch die Investitionen in Sachanlagen stiegen, und am Ende des Jahres solle die Inflation auf dem niedrigsten Stand in der moderne Geschichte Russlands liegen. Gleichzeitig räumte Matwijenko die Existenz von Problemen in der Wirtschaft ein.

„Obwohl die Löhne nominal um 3 Prozent stiegen, sind die Reallöhne nicht gestiegen. Das ist ein ernstes Problem“, sagte sie und merkte an, dass der Staat im Allgemeinen alle sozialen Verpflichtungen erfüllt habe.

[hub/russland.NEWS]