Neue antirussische Sanktionen im Weißen Haus geplant

Neue antirussische Sanktionen im Weißen Haus geplant

Die US-Regierung plant diese Woche neue Sanktionen gegen Russland zu diskutieren, berichtet Kommersant unter Berufung auf eine dem Außenministerium nahestehende Quelle.

Das US-Außenministerium macht Russland in einer beispiellosen Form für den angeblichen Einsatz chemischer Waffen durch Regierungstruppen in Syrien verantwortlich und Präsident Trump warnte, dass für die Unterstützung von Damaskus Russland „einen hohen Preis zahlen muss“.

Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Krise in den amerikanisch-russischen Beziehungen zeigen die USA ihre Entschlossenheit zu weiterer Verschärfung, die von der Gefahr eines direkten militärischen Zusammenstoßes mit Russland in Syrien bedroht ist. Laut einer Kommersant-Quelle in der Nähe des US-Außenministeriums wird diese Woche das Weiße Haus über neue Sanktionen gegen Russland diskutieren. Der Hauptredner ist Trumps Berater John Bolton, der für seinen Radikalismus bekannt ist.

Gestern nannte Trump den syrischen Präsidenten Bashar al-Assads „Tier“, und beschuldigte ihn des chemischen Angriffs auf Ost-Gouhta am 7. April und machte Russland und Iran für die Unterstützung des Regimes verantwortlich. Der US-Präsident versprach, dass die Täter des Angriffs einen „großen Preis“ dafür bezahlen würden.

Das russische Verteidigungsministerium dementiert Berichte über den Einsatz chemischer Waffen durch die syrischen Truppen in der Stadt Duma in Ost-Gouhta. Das Dementi kam am Sonntag vom Chef des russischen Zentrums für die Aussöhnung der Kriegsparteien (Teil des Verteidigungsministeriums) in Syrien, Generalmajor Jurij Jewtuschenko.

Wie Jewtuschenko erläuterte, habe man den angeblichen Einsatz einer Bombe mit Chlor durch die syrischen Streitkräfte in Duma „einer Reihe von so genannten unabhängigen Nichtregierungsorganisationen, einschließlich den „Weißhelmen“, die für ihre gefälschten Nachrichten bekannt sind, gemeldet.

„Wir dementieren diese Information auf das Entschiedenste und erklären unsere Bereitschaft, nach der Befreiung der Stadt von den Milizen russische Spezialisten des Strahlungs-, chemischen und biologischen Schutzes sofort zu entsenden, um Daten zu sammeln, die die falschen Aussagen bestätigen werden“, sagte der General.

Früh am Morgen des 9. April hat die syrische Nachrichtenagentur SANA über einen Raketenangriff auf einem Militärflugplatz T-4 in Homs berichtet. Der Gesprächspartner der Agentur vermutet, dass dies einer amerikanischen Aggression ähnlich ist. Ein Vertreter des Pentagon sagte, dass das Ministerium keine Angriffe auf Syrien durchführt.

[gg/russland.Capital]