Neue US-Sanktionen zielen allein auf wirtschaftliche Schwächung Russlands ab

Neue US-Sanktionen zielen allein auf wirtschaftliche Schwächung Russlands ab

Die neuen Sanktionen der USA gegen den militärischen Industriekomplex Russlands kann in Zukunft die Zusammenarbeit Moskaus mit anderen Ländern beeinträchtigen, sagte der Direktor des Valdai Club Fund Dmitry Suslow.

„Die jetzt von der New York Times vorab veröffentlichte Liste trifft die Zukunft der militärisch-technischen Zusammenarbeit Russlands mit dem Ausland, darunter die Türkei, Saudi-Arabien und andere. Betroffen sind die führenden russischen Unternehmen dieser Branche wie Almaz-Antey, Splav, Rostec, MiG, Sukhoi, alles Unternehmen, die eine Schlüsselrolle im russisch-militärischen Industrie-Komplex spielen. Das Problem ist, dass die US-Sanktionen extraterritorial sind und die ausländischen Unternehmen, die eine Zusammenarbeit mit den auf der Liste stehenden Unternehmen entwickeln, möglicherweise ebenfalls unter die US-Sanktionen fallen – was die militärtechnische Zusammenarbeit Firmen anderer Länder mit Russland schrumpfen lassen könnte.“

Bis jetzt seien die US-Sanktionen noch nicht bindend und die USA würden sie ganz nach politischem Bedarf einsetzen. Wenn sich zum Beispiel die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei verschlechtern, weil die Amerikaner über die Entscheidung der Türkei, russische S-400-Systeme zu kaufen empört sind, können die USA Sanktionen gegen die Türkei aussprechen, weil sie Geschäftsbeziehungen mit einer der auf der Liste stehenden Firma haben.

Auf diese Weise können die USA mit den neuen Sanktionen ihre eigenen wirtschaftlichen Probleme lösen, da Russland ihr wichtigster Konkurrent auf dem internationalen Rüstungsmarkt ist. Die wäre die endgültige Etablierung der Konfrontation zwischen Moskau und Washington.

Diese Sanktionen können ausschließlich vom Kongress abgeschafft werden, was der Kongress natürlich in naher Zukunft nicht tun wird. Daher muss man realistischer Weise sagen, dass diese Entscheidung eine Konfrontation einleitet, dass sie den kalten Krieg zwischen Russland und den USA etabliert und all denen recht gibt, die feststellen, dass die USA einen Wirtschaftskrieg – und nicht nur Wirtschaftskrieg – gegen Russland führt.

Eigentlich habe Präsident Trump die Sanktionsliste veröffentlichen müssen: „Die Exekutivgewalt musste dies tun – laut Gesetz. Die Trump-Administration hat jedoch versucht, das hinauszuzögern und versucht, den Inhalt der neuen Sanktionswelle abzumildern.“

Auf der Liste stehen insbesondere Admiralty Shipyards, Almaz-Antey, Maschinenbau Izhevsk, Kalashnikov Group, Izhmash, Splav Wissenschaft und Produktion Unternehmen, Rosoboronexport, Radioelectronic Technologies, RTI, Uralvagonzavod und Rostec. Darüber hinaus können Sanktionen Partner der Russischen Fluggesellschaft MiG, Sukhoi, Russische Helikopter, Sozvezdie, Tactical Missiles Corporation, Tupolev, United Aircraft Corporation und der United Shipbuilding Corporation betreffen.

Daneben stehen auf der Liste russische Nachrichtendienste: die Hauptdirektion des Generalstabes der russischen Streitkräfte, der Föderale Sicherheitsdienst (FSB) und der Auslands-Nachrichtendienst und die schon seit Präsident Obama sanktionierten Personen, Institutionen und Firmen.

[hmw/russland.NEWS]

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