Parkplatzgebühren: Moskau investiert Milliardeneinahmen in Wohnumfeld

Parkplatzgebühren: Moskau investiert Milliardeneinahmen in Wohnumfeld

Seit der Einführung von kostenpflichtigen Parkplätzen in Moskau im Jahr 2012 haben Autofahrer das Stadtbudget um 15,2 Milliarden Rubel (222 Millionen Euro) erhöht, berichtet die Agentur Moskau unter Bezug auf den für Moskauer Parkplätze zuständigen Administrator, Alexander Griwnjak. Seinen Worten zufolge wurden alle Gelder für die Verbesserung der angrenzenden Gebiete verwendet – den Bau von Kinderspielplätzen, von behindertengerechten Fußwegen und anderer Infrastruktur in der Nähe von Wohnhäusern.

„Im Jahr 2017 erhielten die Bezirke aus den Einnahmen von entgeltpflichtigen Parkplätzen etwa 3,7 Milliarden Rubel (54,1 Millionen Euro)“, erklärte Griwnjak.

Das kostenpflichtige Parken im Zentrum von Moskau begann im November 2012 auf dem Petrowsky Boulevard und der Straße Karetny Ryad. Ab Sommer 2013 wurden Parkgebühren auf allen Straßen des Boulevard Rings erhoben und im Dezember desselben Jahres wurde die Parkzone bis zum Garten Ring erweitert. Im Jahr 2014 gab es innerhalb des Dritten Ringes auf 405 Straßen gebührenpflichtige Parkmöglichkeiten.

Im Moment liegen die Kosten für eine Stunde Parken am Boulevard Ring bei 80 Rubel (1,17 Euro) pro Stunde, gefolgt von 60 Rubel (0,88 Euro) pro Stunde zwischen Garten Ring und dem Dritten Ring, sowie außerhalb davon 40 Rubel (0,58 Euro) pro Stunde. Seit 2016 gibt es auf 133 Straßen einen separaten Tarif von 200 Rubel (2,92 Euro) pro Stunde.

Außerdem wird auf mehreren Straßen ein abgestufter Tarif angewandt, dessen Höhe von der Dauer des Parkens abhängt.

[hub/russland.NEWS]

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