Rating: Lebensqualität russischer Regionen untersucht

Rating: Lebensqualität russischer Regionen untersucht

Experten der Agentur RIA Rating bewerteten auf Lebensqualität basierende Daten des Jahres 2017 aus den russischen Regionen. Die Studie ging von einer Vielfalt von Kriterien aus. Einkommenshöhe der Bevölkerung, Sicherheit des Wohnortes, Gesundheit, Bildung, soziale Infrastruktur und die Situation für Gewerbetreibende und kleine Unternehmen – insgesamt wurden 72 Parameter untersucht.

Die beste Lebensqualität bieten Moskau, St. Petersburg und die Moskauer Region. Dieses Trio sei seit Jahren unverändert auf ihren Plätzen und für andere Regionen „unerreichbar“, stellen Analysten fest. Diese Gebiete zeichnen sich durch gute Infrastruktur, hohe wirtschaftliche und soziale Absicherung und Entwicklungspotenzial aus.

Zu den Top Ten gehören Tatarstan, die Regionen Belgorod, Krasnodar und Woronesch, das Gebiet Lipezk, das Autonome Gebiet der Chanten und Mansen sowie Jugra und Kaliningrad. Diese Ergebnisse ähneln denen aus dem Jahr 2016 – nur die Region Tjumen fiel vom 10. auf den 13. Platz zurück und Kaliningrad schaffte es in die Top Ten.

Unter den Gebieten mit niedrigerer Lebensqualität befinden sich Burjatien, die Region Kurgan, die autonome Region Tschuchotka, Kalmückien, die autonome Jüdische Region, das Transbaikalien und die Region Altai. Am Ende der Studie „Lebensqualität in den Regionen“ liegen Karatschajewo-Tscherkessien, Inguschetien und Tuwa.

Zu sinkenden Bewertungen kommt es, wenn das Verhältnis der Einkommen zum Preisindex des Warenkorbes negativ ausfällt und die Quote der Arbeitslosen und Menschen mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum hoch ist. Das spiegelt sich im geringen Anteil von profitablen Unternehmen sowie weniger produzierten Waren und Dienstleistungen.

Es gibt allerdings Regionen, deren Positionen im Rating sich deutlich verbessert haben. Die Experten von RIA Rating verbinden das vor allem mit der Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation, die sich „positiv auf die Lebensqualität in den meisten Regionen auswirkt“.

Die Republik Krim konnte sich 2017 um zehn Plätze verbessern (vom 65sten auf den 55sten Rang), der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen um acht Plätze vom 24sten auf den 16sten und die Region Chakassien um sieben Positionen vom 51sten auf den 44sten Rang.

Um jeweils sechs Plätze konnten sich die Region Tula, Sewastopol, Chabarowsk, Udmurtien, Murmansk und Amur sowie die Republik Tschetschenien verbessern.

[hub/russland.NEWS]