Russen nehmen öfter Kredite auf

Russen nehmen öfter Kredite aufFoto: Lothar Deeg/russland.RU (c)

In den ersten elf Monaten des letzten Jahres nahmen die Russen etwa 30,4 Millionen neue Kredite im Wert von über 4,9 Billionen Rubel (etwa 70,7 Milliarden Euro) auf, berichtet das russische Kreditbüro United Credit Bureau (OKB).

Das Kreditvolumen stieg im Jahresvergleich um 36 Prozent, die Anzahl der verlängerten Kredite um 12 Prozent. Im gleichen Zeitraum 2016 wurden fast 27,2 Millionen Kredite für insgesamt mehr als 3,62 Billionen Rubel (etwa 52,2 Milliarden Euro) ausgegeben.

Zwischen Januar und November 2017 wurden fast 7,5 Millionen Kreditkarten ausgegeben, 823.010 Hypothekendarlehen im Gesamtwert von mehr als 1,53 Billionen Rubel (etwa 20,1 Milliarden Euro) sowie 389.730 Autokredite im Gesamtwert von mehr als 295,14 Milliarden Rubel (etwa 4,3 Milliarden Euro) gewährt.

Neu im russischen Kreditwesen ist auch, dass Russen ihre Kredite vorzeitig und ohne Bußgelder zurückzahlen können. Die entsprechende Regelung wurde von Abgeordneten der St. Petersburger Gesetzgebenden Versammlung entwickelt. Es wird vorgeschlagen, Finanzorganisationen wird verboten, Geldstrafen für diejenigen zu verhängen, die die Schulden vorzeitig zurückzahlen – sie können keine Bußgelder oder Provisionen von ihnen verlangen.

Darüber hinaus können Banken die Konditionen der abgeschlossenen Verträge nicht mehr einseitig ändern – weder Zinssätze noch Preise für den Kreditservice.

[hub/russland.NEWS]

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