Zoll schaut Russen bei großen Einkäufen im Ausland über die Schulter

Zoll schaut Russen bei großen Einkäufen im Ausland über die Schulter

Der russische Zoll verfügt über eine neue Fahndungsmethode, die die Arbeit der Grenzbeamten, die Kontrolle über den Transport von Waren nach Russland, erleichtert. Seit Ende letzten Jahres informiert das Tax-Free-System die Zollbehörden automatisch über teure Einkäufe von Russen im Ausland. Im Zuge dieser Kooperation verbesserte sich gleichfalls die Zusammenarbeit mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden, schreibt die Zeitung Wedomosti unter Bezug auf einen Vollzugsbeamten.

Zollbeamte konnten seit Dezember 2017 mehrere Dutzend Versuche vereiteln, teure Uhren, Kleidung, Schmuck und Accessoires steuerfrei über die Grenze zu schmuggeln. Russland erlaubt seinen Bewohnern und Gästen, Dinge im Gesamtwert von bis zu 10.000 Euro zu importieren. Wenn die Gesamtkosten der Einkäufe diesen Betrag übersteigen, wird eine Strafgebühr von 30 Prozent fällig. Je nach Gesetzüberschreitung drohen zusätzlich eine Geldbuße, die Beschlagnahme von Waren oder ein Strafverfahren.

Das Tax-Free-System ermöglicht seit dem 1. Januar 2018 ebenso die von der Duma beschlossene Mehrwertsteuer-Erstattung von 18 Prozent an ausländische Touristen. Bei Einkäufen ab 10.000 Rubel kann die Mehrwertsteuer bei der Ausreise erstattet werden.

[hub/russland/NEWS]

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